Wahrer Frieden kommt von innen


Psychische Erkrankungen werden laut neuesten Untersuchungen zu einem Massenphänomen, so berichten die Medien.


Gemäß einer Statistik der Techniker Krankenkasse (TK) stieg die Zahl der Fehltage wegen psychischer Erkrankungen von 2000 - 2013 um 75 Prozent, wie die "Bild"-Zeitung berichtete.

 

Den Informationen zufolge seien bei den rund acht Millionen Versicherten der TK psychische Diagnosen der Grund für jeden sechsten Krankheitstag. Während der allgemeine Krankenstand 2012 nur um 1,4 Prozent zugenommen habe, seien die Krankschreibungen aufgrund psychischer Erkrankungen um 5,7 Prozent angestiegen, meldete „Die Welt“.


Eine „psychische Erkrankung“ ist ein Überbegriff, den wir im Grunde auf eine sehr einfache Weise erklären können.  Der Mensch ist unglücklich. Ist ja klar, oder? Doch wie geht dieser Mensch, der unglücklich ist damit um? Das ist eine ganz zentrale Frage, denn sie entscheidet, ob sich der Mensch in Richtung „psychische Erkrankung“ oder hin in Richtung zu „innerem Wachstum“ bewegt.

 

Wir leben in einem modernen, hoch technisierten Zeitalter.  Doch wenn es um den Umgang des Menschen mit sich selbst geht, scheinen offensichtlich noch sehr viele Menschen in einem unaufgeklärten Zeitalter zu leben.  Wie komme ich zu dieser Aussage?

 

Die meisten Menschen gehen mit „Unwohlsein“ so um, dass es verdrängt wird. Verdrängungsmöglichkeiten sind zum Beispiel permanentes Ausgehen, Fernsehen, Alkohol, zu viel Alkohol, nicht alleine sein können und sich mit anderen Menschen ablenken, Konsum, permanentes Internet, immer telefonisch erreichbar sein … Diese Mechanismen verhindern, das eigene Wesen, den eigenen Körper wirklich zu fühlen und zu spüren. Wenn das „Unwohlsein“ zunimmt, dann wird zu Medikamenten wie Psychopharmaka gegriffen, sogar Kinder bekommen diese  schon von überlasteten Eltern verabreicht.  Wenn dann die ersten Diagnosen durch den Arzt kommen, dann werden noch mehr oder erst Recht Medikamente genommen. So, und schon haben wir die sogenannte psychische Erkrankung. Schwarz auf weiß, der Arzt hat es ja diagnostiziert. Doch die Einnahme von Psychopharmaka führt zu keiner Lösung sondern in einen Teufelskreislauf.

 

Und was wäre ein konstruktiver Weg, der uns wachsen anstatt psychisch krank werden lässt?

 

Der Mensch darf - nein, er muss - lernen, sich zu fühlen, zu spüren, wahrzunehmen. Und indem er dies tut, darf er lernen, die richtigen Schlüsse zu ziehen. Nämlich weise und liebevoll mit sich umzugehen, Unterscheidungsvermögen zu entwickeln, Denken und Handeln in Übereinstimmung zu bringen. Das eigene Wesen zu kennen, den eigenen Körper zu kennen, ist die absolute Basis für ein Menschen-würdiges Leben.

 

Eine chronische Verspannung und Anspannung wird nicht durch Medikamente geheilt sondern durch Entspannung.

 

Düstere Gedanken, negative Gefühle werden nicht konstruktiver durch Medikamente sondern nur durch helle, aufbauende Gedanken, die uns den Weg raus aus der inneren Dunkelheit leuchten.

 

Doch wie macht man das? Wieder ganz einfach. Egal wo auch immer man gerade steht, geht, sitzt, liegt … die Wahrnehmung auf den Körper und  auf den Atem lenken. Augenblicklich spüren und fühlen wir uns von innen, sind vollkommen im gegenwärtigen Moment, und wir werden augenblicklich ruhiger. Gedanken nicht mehr folgen und sie vorbeiziehen lassen. In dem Moment, in dem das permanente Gedankengeplapper versiegt, kommt die Stille in uns, die der wahre Urgrund unseres Wesens ist, hervor. Dies ist vergleichbar mit dem Himmel: in dem Moment, wo keine Wolken am Himmel sind, kommt ganz natürlich der strahlend blaue Himmel zum Vorschein. Wenn wir regelmäßig immer wieder in den Urgrund unseres Seins, in diese Stille eintauchen, dann bemerken wir, wie wir auf ganz natürliche Weise ruhiger werden. In der Stille ist gleichzeitig der tiefe Frieden wahrnehmbar, der ebenfalls der Urgrund unseres Wesens ist. So wie das Wasser der Urgrund der Welle ist.

 

Gleichzeitig müssen wie lernen, konstruktiv zu denken. Ich meine hiermit nicht „positives Denken“. Konstruktiv zu denken bedeutet, Gedanken, die Angst, Zweifel, Ärger, Neid, Eifersucht, Mangel, Unzulänglichkeit … erzeugen, nicht weiter zu nähren. Dies erfordert Bewusstheit über Inhalt und Qualität unserer permanenten Gedanken. Wir müssen Achtsamkeit entwickeln für das, was wir denken und fördern möchten und für das, was uns nicht gut tut und nicht der Wirklichkeit entspricht. Und hierfür ist wiederum das regelmäßige Aufsuchen der inneren Stille erforderlich. Nur so entwickeln wir Bewusstheit, Achtsamkeit, inneren Frieden.

 

In Sport, Wirtschaft, Politik ist es Gang und Gäbe, sich selbst, Mitarbeiter, das Unternehmen …  durch einen Coach unterstützen und beraten zu lassen. In der breiten Bevölkerung ist eher eine Minderheit wachstumsorientiert ausgerichtet und nutzt für sie diese Chance. Einen erfahrenen Berater, einen Therapeuten, einen Lehrer an seine Seite zu holen, der selbst erwacht ist, der selbst durch Lebens- und Wachstumskrisen gegangen ist, der achtsam, einfühlsam und mit Herzenswärme unterstützt, sollte für jeden Menschen vollkommen selbstverständlich sein.

 

Wenn der Mensch begreift, dass dieses Leben das Kostbarste ist, was er besitzt, und dass seine Seele sich durch seine jetzige Menschwerdung entfalten will, dann wird er diese wertvolle Chance bewusst und dankbar nutzen.

 

Jede kleine und große Lebenskrise ist dann das Einläuten des nächsten Etappenschritts in der eigenen Evolution. Für Menschen mit einem solchen Bewusstsein gibt es keine „psychischen Erkrankungen“ mehr.  Was dies für unsere Welt bedeuten kann, das liegt klar auf der Hand …

 

Menschen finden bei mir u.a. Unterstützung durch transformative Psychotherapie, Erleuchtende Gespräche, Beratung mit medialem Hintergrund und natürlich durch YOGA.

 

Für ein Leben in Frieden und permanenter Entfaltung.

 

Angelika Maria Häbel


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